Auf dem Hausboot in Srinarga

Meine erste Woche in Nordindien
In Srinargar der Hauptstadt Kaschmirs.

Im Jahr zuvor gab es in dieser Stadt noch militärische Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan in dieser Stadt. Beide Nationen erheben Anspruch auf die Region Kaschmir.

Die Leute dort allerdings wollen beide „Herren“ nicht, sondern am liebsten wären sie ein eigenes Land – Kaschmir eben. „Aber bevor wir an Pakistan fallen, ist uns Indien noch lieber!“ – so erzählten mir die Leute vor Ort.

Als ich dort war, war es friedlich. Indisches Militär gehörte zwar zum Straßenbild, aber es herrschte keinerlei Feindseligkeit und der Alltag ging seinen Gang. Genau ein Jahr nach meinem Aufenthalt, gab es dann dort und im angrenzenden Pakistan das verheerende Beben.

06.9.2004

Hier bin ich wieder! Heute ist der letzte Tag in Kaschmir, ich habe mir drei wunderschöne handgemachte, echte Kaschmirschals gekauft. Gewohnt habe ich hier übrigens in einem Hausboot am See – eine einzigartige, romantische Sache, erinnert sogar entfernt an Venedig, besonders die Schekeras, die „Gondeln“, die einem hin und herbringen, denn es gibt keine Straßen zu den zahlreichen Hausbooten. Langsam habe ich mich an die Mentalität der Kaschmirileute gewöhnt, die auf ihr Kaschmir besonders stolz sind. So konnte mein Führer es gar nicht recht glauben, als ich ihm erzählte, dass es in Austria auch Mountains and Lakes gibt.

Das Leben am Hausboot war erholsam und zugleich interessant, da ich täglich Programm hatte und von einem Guide herumgeführt wurde… morgen um 7 Uhr früh geht’s über die Himalajaberge über 4000 und mehr Meter hohe Passstrassen nach Ladakh.

Hier war alles muslimisch, dort ist dann alles buddhistisch. Ich bin neugierig auf den Unterschied. Bis zum nächsten Mal also! Alles Gute und tschüss!

Weiter zur verrücktesten Busfahrt meines Lebens: über die Berge des Himalaya…